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Ministerium wählt Gemeinde Moormerland für Fußverkehrs-Check aus

Bildunterschrift: Staatssekretär Frank Doods und Christian Berndt, Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft gratulieren zum Fußverkehrs-Check Moormerland. Foto: LNVG/Schulze

Die Gemeinde Moormerland ist eine von zehn Kommunen in Niedersachsen, die eine komplette Landesförderung für einen Fußverkehrs-Check bekommen. Noch in diesem Jahr sollen dort die Wege von Bürgerinnen und Bürgern und Mobilitäts-Expertinnen und Experten unter die Lupe genommen werden – dabei geht es unter anderem um Sicherheit und Barrierefreiheit.

Offizieller Auftakt in Hannover: Frank Doods, Staatssekretär im Niedersächsischen Verkehrsministerium, hat dem Ersten Gemeinderat Jörg Lorenz und Projektmanager Daniel Hoch jetzt die Unterlagen für den „Fußverkehrs-Check“ überreicht. Doods sagte: „Gute Fußwege braucht jeder, das gilt vor der eigenen Haustür und ist erst recht wichtig für die Attraktivität von Ortszentren.“ Schon jetzt werde etwa ein Fünftel aller Wege zu Fuß zurückgelegt. Das könne noch mehr werden, dafür sei es dann aber auch wichtig, für gute Wege zu sorgen: „Gehwege sind sicher keine Verfügungsmasse mehr, die man auch für andere Zwecke heranziehen kann. Wichtig für attraktive Fußverkehre sind sichere und barrierefreie Angebote.“

Moormerland ist eine von zehn Kommunen, die in diesem Jahr eine komplette Landesförderung für die Fußverkehrs-Checks bekommen. Die MOBILOTSIN, die Beratungseinheit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), koordiniert die Aktion. LNVG-Geschäftsführer Christian Berndt sagte: „Die Checks werden aus Landesmitteln bezahlt – aber die Ergebnisse werden eine Erwartungshaltung wecken, mit der man vor Ort umgehen muss. Sie gehen jetzt den ersten Schritt und wir sind gespannt, was der Zweite und der Dritte sein werden. Immerhin sind die eigenen Füße ja das sicherste, individuellste, klimaneutralste und pünktlichste Verkehrsmittel.“

Bei der Veranstaltung im Verkehrsministerium gab es für die Kommunen, die dabei sind, jetzt Impulse für das Projekt. Jörg Lorenz: „Wir wollen insbesondere in den Nahversorgungszentren die Lebens- und Aufenthaltsqualität für Fußgänger erhöhen, gleichzeitig aber auch die Verkehrssicherheit steigern. Damit wollen wir Synergieeffekte zu unserem neuen Radverkehrskonzept schaffen.“ Einzelheiten würden jetzt mit der Beratungseinheit MOBILOTSIN und dem Planungsbüro Planersocietät - Frehn Steinberg Partner GmbH geklärt.

Ab Spätsommer soll es dann konkret werden. Unter anderem soll es zwei Begehungen mit Bürgerinnen und Bürgern geben. Dabei werden Fragen wie „wo liegen Hürden und Gefahrenpunkte für Fußgänger?“, „Wie steht es um die Barrierefreiheit?“, Wo können Plätze mit Aufenthaltsqualität geschaffen werden?“ thematisiert. Auch Schulwege werden geprüft. Dabei ist uns wichtig, die Einwohnerschaft breit zu beteiligen, betont Lorenz. Wir werden bald alle rechtzeitig informieren, wie und wann sie sich beteiligen können.