Grabsteine erzählen Geschichte

Hörbeiträge auf den historischen Friedhöfen Warsingsfehn-West und Jheringsfehn-Hookswieke

Die Friedhöfe Warsingsfehn-West und Jheringsfehn-Hookswieke wurden in den Jahren 1821/22 angelegt und stehen heute unter Denkmalschutz. Sie sind eine historisch wertvolle Kulturstätte, die die Erinnerungen an die Fehntjer wachhält.

Der Friedhof Warsingsfehn-West befindet sich in der Nähe zur Mühle in Warsingsfehn an der 1. Norderwieke und der Friedhof Jheringfehn an der Hookswieke hinter einem Spielplatz. Im Jahr 2019 wurden die Friedhöfe mit finanzieller Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung umfangreich saniert und einige Denkmale restauriert.

Beide idyllisch gelegenen Friedhöfe laden zum Spazieren gehen und Verweilen ein, sie sind ein wundervoller Ort, um zur Ruhe zu kommen und sich auf Spurensuche zu begeben.

Zahlreiche Grabsteine legen hierüber Zeugnis ab - imposante Grabsteine mit vielfältigen Verzierungen, eingravierten Bibelversen und Symbolen - sie spiegeln nicht nur die damals enge Verbundenheit zur Seefahrt wieder, sondern erinnern auch an damalige Berufe oder Schicksale.

Eine ambitionierte Projektgruppe, bestehend aus ehrenamtlich arbeitenden Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde hat es sich zur Aufgabe gemacht, die die Orts- und Familiengeschichten der Bestatteten im Projekt „Grabsteine 2.0 – Grabsteine erzählen Geschichte“ aufzuarbeiten.

Aus den einstigen Torfgräbern waren Torfschiffer und bald erfolgreiche Segelschifffahrer geworden. Viele Fehntjer zeichneten sich durch Mut und Weitsicht aus und waren auch in den großen Hafenstädten in Europa und vor allem in Südamerika zuhause, wodurch sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Blütezeit entwickelte. Diese Personen haben Spuren hinterlassen, die es wert sind, erzählt zu werden.

Zehn Lebensgeschichten und Anekdoten einstiger Einwohner konnten umfangreicher ausgearbeitet und dokumentiert werden. Diese Ausarbeitungen wurden zur Grundlage für die Hörstationen. Diese sind über einen  QR-Code an den Grabstellen mittels Smartphone abrufbar. Eine Hinweistafel im Eingangsbereich des Friedhofes und ein Flyer weisen auf die mit einem QR-Code versehenen Gräber hin.

Die lebendig gewordenen Geschichten lassen sich so in passender Kulisse vor Ort oder bequem von zu Hause erzählen lassen. Ausgewählt werden kann zwischen hoch- und  plattdeutschen oder niederländischen Audios, außerdem sind die Texte in den jeweiligen Sprachen hinterlegt. 

Alternativ lassen sich die Beiträge über einen Anruf ins deutsche Festnetz abrufen. Hierfür wählen Sie bitte die folgenden Nummern:

Deutsch: 04954/3054-200

Plattdeutsch: 04954/ 305-201

Niederländisch: 04954/ 305-103

und wählen nach Aufforderung den gewünschten Beitrag. Die Hörstationen finden Sie hier im Flyer.

Die Texte wurden von Herbert Fuhs aus Moormerland ins Plattdeutsche übersetzt.

 

 

Beitrag von Silke Arends im Ostfriesland Magazin

Ausgabe 11/2023, www.oma.ostfriesland-magazin.de

Wer sich aufmacht, die historischen Friedhöfe von Warsingsfehn und Jheringsfehn zu erkunden, sollte sich Zeit lassen. Deren stattliche Grabsteine sind Zeugen einer längst vergangenen Zeit ...

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So scannen Sie den QR-Code

Der QR-Code kann direkt an den Stationen (Grabstellen) via Smartphone oder Tablet eingelesen/gescannt werden. Hierfür ist wichtig, dass eine Internetverbindung besteht (mobile Daten).
Bei den meisten Smartphones findet die Kamera automatisch den Code und öffnet die Webseite mit den Hörbeiträgen. Sollte dies nicht funktionieren, muss ein QR-Code-Scanner installiert sein.
Durch das Scannen der QR-Codes vor Ort auf dem Friedhof, direkt aus dem Flyer oder von zu Hause aus, gelangt man über die Seite www.cultureapp.com zum Eintrag Moormerland Grabmale 2.0. Hier kann die jeweilige Station und die Sprache ausgewählt werden und man taucht direkt in das Hörerlebnis ein. Jede Station kann beliebig gestartet werden.

Hier reinhören auf Deutsch und Plattdeutsch

Hier reinhören auf Niederländisch

Projektförderung durch: